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Byebye, Schlampe

Wenn Frauen unter sich sind, geht es schon mal hoch her – oder viel mehr heiß her. Wir reden nicht nur über Gott und die Welt, sondern gerne auch mal über nackte Tatsachen. Ungeniert plaudern wir mit Freundinnen und geben Lüsternes und Pikantes preis, was wir keinem Mann gestatten würden. Wenn wir ehrlich sind, ist doch jede neben ihrem sonst so züchtigen Leben auch gerne schon mal eine Schlampe. Die bewundernden Blicke der Freundinnen garantiert! Mit wachsendem Alkoholpegel werden die Geschichten verruchter und selbst die harmloseste Hausfrau und Mutter weiß ein dreckiges Geheimnis zu lüften. Und die anderen schmeißen sich auf jedes geile Detail, um es sich fürs nächste Stelldichein zu eigen zu machen. Wir legen unsere so sorgfältig aufgetragenen Masken ab und werden zu Frauen, die wir im realen Leben vermutlich nicht kennen würden. Für einen Moment vergessen wir, dass wir doch eigentlich ganz anders sind. Niemals sollte einer auch nur sagen, wir wären sooo eine ... Um Gotteswillen! Dem würde man... aber mal so richtig...

Wenn wir so entfesselt unsere geheimsten Wünsche offenbaren, ganz ohne Scham, fühlen wir uns frei und losgelöst von den selbst auferlegten Zwängen. Hemmungslos wird nicht nur über Aussehen und Größe diskutiert, sondern vor allem über das, was uns gut tut. Genuss ohne Reue, für diesen einen Augenblick. Denn viel zu kurz sind diese Ausflüge in unsere Safety-Zone. In der wir so sein können, wie wir wollen. Und den Gedanken, dass man sich eigentlich schämen müsste, schütteln wir ab für diese Zeit. Wie Urlaub von uns selbst fühlt es sich oft auch an. Doch irgendwann ist Schluss damit. Wir suchen mühsam unsere Tugend und Sittsamkeit und ziehen sie über wie einen Mantel, bevor wir das Haus verlassen. Wehmütig nehmen wir Abschied...

Byebye, Schlampe! Hallo, Unschuldslamm!